Kosmos Cartaventura - Lhasa, Abenteuer-Spiel, ab 12 Jahre

Kosmos Cartaventura - Lhasa, Abenteuer-Spiel, ab 12 Jahre
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Produktdetails

  • Marke: Kosmos
  • EAN: 4002051682521
  • ASIN: B09JRJ3Q3B

Highlights

  • Kooperatives Abenteuerspiel für 1–6 Personen ab 12 Jahren
  • Historisches Setting: Reise mit Alexandra DavidNéel von Ceylon über Indien nach Tibet (1916)
  • 70 Karten mit verzweigter Erzählstruktur und mehreren möglichen Enden
  • Einstieg über zwei Regelkarten, danach direktes Losspielen ohne komplexen Aufbau
  • Entscheidungen auf den Karten beeinflussen den Verlauf der Geschichte und die nächsten Stationen
  • Kompaktes Format, wenig Platzbedarf, gut geeignet für unterwegs und kurze Spielrunden
  • Begleitheft mit ergänzenden Informationen und Hintergrund zum Abenteuer


Beschreibung

Cartaventura – Lhasa ist ein erzählerisches Kartenspiel, das historische Reisethematik mit kooperativem Storytelling verbindet. Die Spielenden schlüpfen in die Rollen von Begleitpersonen der Journalistin und Forschungsreisenden Alexandra David-Néel im Jahr 1916. Im Zentrum steht weniger klassisches „Gewinnen“, sondern das gemeinsame Erleben einer sich verzweigenden Geschichte rund um eine Expedition nach Tibet.

Das Spiel besteht aus 70 Karten und einem Begleitheft. Zwei Regelkarten führen knapp in den Ablauf ein, anschließend wird direkt mit dem Abenteuer begonnen. Die Karten zeigen entweder Orte oder Entscheidungssituationen. Wird eine Karte gelesen, verweist sie auf die nächste Kartennummer oder mehrere mögliche Nummern, je nachdem, wie sich die Gruppe entscheidet. So entsteht ein verzweigter Handlungsstrang, der bei jedem Durchlauf anders verlaufen kann.

Spielerisch richtet sich Cartaventura – Lhasa an 1 bis 6 Personen ab 12 Jahren. Der Solo-Modus ermöglicht ein ruhiges, konzentriertes Erkunden der Geschichte, während in der Gruppe gemeinsam diskutiert und abgestimmt wird. Durch die Altersangabe und das historische Setting ist das Spiel vor allem für Jugendliche und Erwachsene gedacht, die gern lesen und Entscheidungen abwägen. Familien mit leseaffinen Kindern, Fans von Geschichtsthemen oder Reiseliteratur sowie Freundeskreise, die kürzere Erlebnisspiele für einen Abend suchen, gehören zur Kernzielgruppe.

Im Vergleich zu klassischen Brettspielen oder komplexen Rollenspielen fällt die Einstiegshürde niedrig aus. Es sind keine Miniaturen, Spielpläne oder umfangreichen Regelhefte nötig. Auch im Vergleich zu anderen narrativen Kartenspielen und Escape-Games wirkt Cartaventura reduzierter und konzentrierter: Der Fokus liegt stark auf Text, Illustration und Entscheidung, weniger auf Rätseln, Zeitdruck oder komplexen Mechaniken. Wer kommerzielle Reihen wie „Choose Your Own Adventure“ in Buchform kennt, findet hier eine spielerische Entsprechung auf Kartenbasis.

Die Stärken des Spiels liegen in seiner kompakten Gestaltung und der historischen Einbettung. Das Thema Tibet und die Figur Alexandra David-Néel sind ungewöhnlich und können Interesse an realen historischen Hintergründen wecken. Das Spiel benötigt wenig Platz, ist schnell erklärt und damit gut für Reisen, Spielabende mit begrenzter Zeit oder Gelegenheitsspieler geeignet. Da mehrere Enden möglich sind, kann der Wiederspielwert steigen, insbesondere wenn man alternative Wege ausprobieren möchte.

Eine mögliche Schwäche ist die starke Textorientierung: Wer wenig Freude am Lesen hat oder sich eine ausgeprägte visuelle oder taktische Komponente wünscht, wird hier eher nicht abgeholt. Auch die Interaktivität ist vor allem erzählerischer Natur – es gibt keine komplexen Ressourcenverwaltungen, Würfelmechaniken oder strategischen Duelle. Für Personen, die in Brettspielen vor allem Wettbewerb oder taktische Tiefe suchen, kann das Erlebnis dadurch zu linear oder passiv wirken.

Ein weiterer Punkt: Wie bei vielen storybasierten Spielen kennt man nach ein bis zwei Durchläufen die wesentlichen Handlungsstränge. Danach sinkt der Überraschungseffekt deutlich. Das Format eignet sich deshalb mehr als abgeschlossenes Erlebnis denn als dauerhaft regelmäßig gespieltes Spiel. Außerdem ist zu bedenken, dass bislang keine Nutzerbewertungen vorliegen; eine Einschätzung von Spielgefühl, Produktionsqualität und Langzeitmotivation durch andere Käufer fehlt damit.

Eher ungeeignet ist Cartaventura – Lhasa für Spielerunden, die actionorientierte, schnelle Spiele ohne viel Text bevorzugen, oder für Kindergruppen unterhalb der empfohlenen Altersgrenze, da Sprache, Entscheidungen und Hintergrundthemen ein gewisses Abstraktions- und Leseverständnis erfordern. Auch wer in erster Linie aufwändige Materialausstattung und lange Kampagnen erwartet, könnte von der überschaubaren Kartenzahl und der kompakten Spieldauer enttäuscht sein.

Für alle, die ein ruhiges, kooperatives Geschichtenspiel mit historischer Note suchen, bietet Cartaventura – Lhasa dagegen ein fokussiertes, einmaliges Erlebnis, das sich unkompliziert auf den Tisch bringen lässt und ohne großen Vorbereitungsaufwand eine komplette kleine Abenteuerreise abbildet.

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